Hier entsteht gerade die Hartz4-Universität

Nichts für Warmduscher!

Bitte zunächst registrieren damit Du eigene Beiträge schreiben und andere lesen kannst.

Deine anmeldung ist kostenlos.

 


Der Obdachlosigkeit nur knapp von der Schüppe gesprungen!

Hier sollten Aufsätze, Berichte, einzelner Schiksale rein

Der Obdachlosigkeit nur knapp von der Schüppe gesprungen!

Beitragvon Manni » 27. Aug 2012, 11:08

Na denn mache ich mal den Anfang.

Einem reinen Zufall hatte ich es zu verdanken das ich der Obdachlosigkeit nur knapp von der Schüppe springen konnte! Hier die geraffte Version.

Ein kleiner Überblick, Umzug als Hartz4 Bezieher
Ein ganz normaler Umzug, allerdings unter Hartz4 Bedingungen.
Hier eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse im Zusammenhang mit meinem Umzug,
Ist also eine Rückschau der Ereignisse die vor etwa 2 Jahren begannen.
Einfach nur unglaublich!

Ausgangssituation, Mietmängel die vom Vermieter nicht behoben wurden.
Dachgeschosswohnung nicht isoliert, Temperaturen im Sommer bis zu 48 Grad und im Winter max. 15 Grad. Habe die Miete auf Anraten meines Anwaltes gekürzt. So weit so gut! Unter normalen Umständen!
Aber hier lief es etwas anders! 
Wohnungsnotfall, Frist bis zur Bescheidung?
Ich fasse es mal kurz zusammen:
Mitte 2009 Räumungsklage gegen mich über Anwalt vom Vermieter angedroht / eingereicht.
Am 1.11.09 habe ich schriftlichen Antrag auf meinen bevorstehenden Umzug bei der ARGE eingereicht.
Am 2.11.09 wurde mir der Eingang meines Antrages von der ARGE bestätigt.
In 12/09 erging das Räumungsurteil gegen mich, Auszug in über 6 Monaten.
Ich akzeptierte dieses Urteil, weil ich ja 6 Monate für meinen Umzug hatte.
In 12/09 legte ich dieses rechtskräftige Urteil gegen Quittung der ARGE vor.
Wurde auch bestätigt.
Dann bekam ich rechtswidrige Unterlagen und Eckdaten von der ARGE ( rechtwidrige Vermieter-Bescheinigung, und Bruttokaltmiete )

Dagegen musste ich mich wehren!
Schaltete, Bundesdatenschutzbeauftragten, BA. Bürgerbeauftragten, Regionaldirektion der Arge und Nürnberg ein.
Daraufhin verzichtete die Arge auf die rechtswidrige Vermieter-Bescheinigung, und siehe da, nun war es dieser Arge auch möglich die nettokaltmiete auszuweisen.
Dann bekam ich handschriftlich vom SB die Angemessenheitskriterien ausgehändigt.
Daraufhin suchte ich mir Wohnungen hier am Wohnort die diesen Kriterien entsprachen.
Kurze Zeit später wurden alle als unangemessen eingestuft!
Und das nicht etwa wie es normal ist als schriftlichen Bescheid, nein, als Email alle zusammengefasst und abgelehnt!
Bescheid habe ich bis heute nicht!!!
Immer wieder angemahnt, schriftlich, tel. mündlich, mit Zeugen.
Dann kamen einige Wohnungsvorschläge vom SB, hatte er zuvor aus der Tageszeitung gesucht.
Diese waren alle entweder schon vermietet oder gar nicht zu vermieten.
Erst daraufhin beschloss ich bundesweit zu suchen um noch eine arge-konforme Wohnung zu bekommen und nicht obdachlos zu werden.
Alle diese Anträge, bis auf eine Ausnahme, sind bis heute nicht beschieden.

Eine Wohnung wurde als angemessen ausgewiesen, erhielt dieses als Email, und machte sofort einen Termin mit dem Vermieter für den gleichen Tag.

Ich beantragte die Fahrtkostenübernahme zu diesem Termin,
Sb konnte dieses nicht entscheiden.
Er rief seine GF der ARGE an, die teilte mir dann mit:

Kostenübernahme nicht möglich da die Notwendigkeit meines Umzuges nicht ausreichend begründet sei.
Hallo, rechtskräftiges Räumungsurteil liegt der ARGE seit 5 Monaten vor!!!

Ich stellte Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz beim SG Gelsenkirchen.
Erst da wurde die Notwendigkeit meines Umzuges von der ARGE akzeptiert.

Also alles in allem, über 5 Monate hat die ARGE HERNE meiner Ansicht nach bewusst eine Anmietung einer neuen Wohnung vorsätzlich vereitelt.

Nun habe ich noch 39 Tage bis zu meiner Obdachlosigkeit.

Bis heute liegt mir kein einziger schriftlicher Bescheid vor.
Ohne Bescheid, kein Widerspruch!

Die ARGE HERNE spielt eindeutig auf Zeit!!!
Hofft vielleicht darauf dass ich durchdrehe und ich somit auch keine Wohnung mehr benötige.

Ich habe lange Zeit darüber nachgedacht warum sich diese Arge so verhält:

Es geht um Geld!!! Sehr viel Geld!!!

Sollte ich mit der neuen angemessenen Wohnungsgröße vor dem SG durchkommen ( laut BSG 50 m2 ), so hätten 17000 ELO hier in der Stadt sofort rein rechnerisch Anspruch auf 3 m² mehr Wohnfläche.
Auch wenn ich es auf geschätzte 5000 Elo Haushalte herunter rechne,
so kommt da eine Menge zusammen.

In meinem Fall:

m2 Preis Nettokalt = 4,40 € x 3 = 13.20 monatlich x 5000 =66000 €

66000 € x 12 Monate=
792000 € Mehrausgaben
pro Jahr für die ARGE

Aus meiner Sicht gibt es keinen anderen Grund für dieses rechtswidrige Verhalten dieser ARGE.

Übrigens, Aachen, Essen, Duisburg hat sich auch mit Händen und Füßen gestäubt das BSG Urteil ( 50 m² ) anzuerkennen und umzusetzen.
Musste auch vom Gericht festgestellt werden.

Und nun halt Stadt auch noch vor dem SG Gelsenkirchen.

Muss dass alles sein?

Ich persönlich werde dafür sorgen dass die Geschäftsleitung der ARGE und alle an diesem Fall beteiligten Mitarbeiter ihre Beweggründe darlegen können.

Und zwar gegenüber der BA, dem Bundesrechnungshof und dem Bund der Steuerzahler ( BDS ).

Da ich weiß dass einige Mitarbeiter der ARGE nachweislich hier mitlesen, wende ich mich hier auf diesem Wege nochmals an euch:


Aus meiner Sicht macht ihr mich vorsätzlich krank!
Aus meiner Sicht nehmt ihr durch euer rechtswidriges Verhalten billigend in Kauf das ich ab dem 30.6.2010 obdachlos bin.

Diesen Schaden, den ihr mir an Leib und an meiner Seele antut,
könnt ihr nie wieder heilen!

Jeder von euch kann sich entscheiden, es ist nur eine Frage des Wollens!

Wie schon gesagt, ein Rückblick auf die Ereignisse. Ich konnte meine drohende Obdachlosigkeit im letzten Moment noch abwehren.

Weitere aktuelle Erfahrungsberichte werde ich demnächst hier schreiben.

Oder schaut einfach mal in meinen Blogs um, wir sprechen dort die unterschiedlichsten Themen rund um Hartz4 / Sgb2 an.

Gruß M. M.
Benutzeravatar
Manni
Forum Admin
 
Beiträge: 161
Registriert: 08.2012
Wohnort: Herne
Geschlecht:

Zurück zu "Einzelschiksale ! ?"

 
cron